Skateboard-Verband in Deutschland: Vereine, DM und Kosten

In Deutschland gibt es fürs Skateboarding weder Lizenz noch Startpass: Bei offiziellen Meisterschaften darf starten, wer Mitglied in einem Verein ist, der über seinen Landesverband zum Deutschen Rollsport und Inline-Verband (DRIV) gehört. Für ein Kind heißt das Vereinsbeitrag statt Lizenzgebühr, im 1. Berliner Skateboardverein zum Beispiel 6 € im Monat. Kompliziert wird es an anderer Stelle: Es gibt zwei „Deutsche Meisterschaften“, 18 Landesverbände, von denen einige Skateboarding kaum erwähnen, und im Wettkampfkalender 2026 stehen Meisterschaften aus sieben der sechzehn Länder. Hier steht, wer was macht, Land für Land, was es kostet, wie Versicherung und Attest geregelt sind und an wen du dich wenden kannst.

Schema der sechzehn Bundesländer nach Skateboard-Meisterschaften 2026: Meisterschaft im Kalender des Verbands in Niedersachsen, Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, dem Saarland und Bayern; Fachwart oder Fachwartin, aber keine Meisterschaft in Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg; keine Skateboard-Vertretung gefunden in Schleswig-Holstein
Landes- und Regionalmeisterschaften im Kalender der Sportkommission Skateboard und Fachwartinnen und Fachwarte laut Verbandsseite, Stand 25. September 2026. Schema, nicht maßstabsgetreu.

Wer macht was

  • Der DRIV sitzt in Frankfurt am Main, ist Mitglied im DOSB und bei World Skate und damit der Spitzenverband fürs olympische Skateboarding. Skateboarding ist dort seit 2016 eine eigene Sportkommission, die SKSB, neben Rollkunstlauf, Rollhockey oder Scooter. Sie vergibt die offizielle Deutsche Meisterschaft, stellt die Nationalmannschaft und bildet Trainerinnen und Trainer (DOSB-C-Lizenz Skateboarding) sowie Judges aus. Ihre Seite ist skateboard-germany.de.
  • Die Landesverbände: 18, weil Baden-Württemberg drei hat (Baden, Südbaden, Württemberg). Es sind Rollsportverbände, in Bremen, Hamburg, dem Saarland und Thüringen sogar Eis- und Rollsportverbände, und Skateboarding ist dort eine Sparte unter vielen. In jedem Land mit Skateboardvereinen wählen diese eine Fachwartin oder einen Fachwart, die oder der das Land in der Sportkommission vertritt. Auf der Seite der Kommission war im September 2026 nur der Posten für Schleswig-Holstein unbesetzt.
  • Die Vereine sind das, was für dich zählt: Über sie läuft die Mitgliedschaft, und damit Startrecht und Versicherung. 2025 meldeten sie zusammen 5.843 Skateboard-Mitglieder an den DRIV, knapp 12 % mehr als im Jahr davor. Einige betreiben eine eigene Halle, etwa Backyard in Oldenburg oder North Brigade in Köln.
  • Fünf Regionalstützpunkte in Stuttgart, Berlin, Leipzig, Oldenburg und Köln trainieren seit 2017 den Nachwuchs. Landes- und Regionalkader nehmen Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren auf, nominiert wird einmal im Jahr zum 1. Januar.

Zwei Deutsche Meisterschaften

Das verwirrt am Anfang fast alle. Neben der offiziellen DM des Verbands gibt es seit 1998 den COS Cup, der sich ebenfalls „Deutsche Skateboard-Meisterschaft“ nennt und 2026 zum 29. Mal ausgetragen wurde. Beide sind echt, sie funktionieren nur anders:

Offizielle DM (DRIV)COS Cup
VeranstalterSportkommission Skateboard im DRIV, 2026 mit dem Heizhaus e.V. als AusrichterPrivat organisiert (Palace GmbH, Münster), 2026 mit dem Lingener Skateboard e.V.
2026Street und Park am 5. und 6. September in Leipzig; Vert am 12. September beim Bonn BashStreet am 22. und 23. August in Lingen (Ems)
Wer starten darfStreet nur mit Qualifikation: die Top 5 jeder Landes- oder Regionalmeisterschaft, Männer auch über eine Pre-Quali vor Ort; FLINTA* konnten sich 2026 direkt anmelden. Park: 2026 alle, die sich vorher angemeldet hattenAlle, die sich online angemeldet haben
VereinPflicht: ein Verein im DRIV, Nachweis vor OrtNicht nötig
KategorienMen und FLINTA*, dazu eine eigene Wertung U14Pro und Amateur, jeweils Male und Female/FLINTA*, dazu Ü35
Startgeld 202640 €; beim Bonn Bash 5 € pro Kategorie50 € Pro, 20 € Amateur, 30 € Ü35, bar vor Ort

Den Titel bekommen bei beiden die bestplatzierten Deutschen, auch wenn jemand aus dem Ausland gewinnt: In Lingen siegte 2026 ein Argentinier, Deutscher Meister wurde der Zweite. Und der Verband erkennt den COS Cup an: In seinen Kaderkriterien zählt ein Platz unter den ersten zehn dort genauso wie bei der offiziellen DM. Für Kinder interessant ist die U14-Wertung der offiziellen DM; beim COS Cup starten Kinder in der Amateurgruppe mit den Erwachsenen, die jüngste Starterin 2026 war neun Jahre alt.

Ein Widerspruch, den du kennen solltest: Laut der Ausschreibung der Meisterschaftsserie vom April 2026 dürfen nur deutsche Staatsangehörige starten und wer seit mindestens zwei Jahren fest in Deutschland wohnt. Für das Finale in Leipzig hieß es im September dagegen, die DM sei „offen ausgeschrieben“, auch Athletinnen und Athleten aus dem Ausland könnten starten, der Titel gehe an die bestplatzierten Deutschen. Wohnt ihr noch nicht lange hier, frag vor der Anmeldung nach.

Land für Land

Was die Landesverbände zum Skateboarding veröffentlichen, wie viele Skateboardvereine der Vereinsfinder des DRIV kennt (Stand 20. September 2026) und welche Meisterschaften 2026 im Kalender der Sportkommission standen.

Land und VerbandSkateboard im VerbandVereine im FinderMeisterschaften 2026
Baden-Württemberg
Württemberg (WRIV), Baden (BRISV), Südbaden (SRIV)
Drei Verbände mit je eigener Fachwartin oder eigenem Fachwart. Der WRIV hat eine Seite Skateboard/Longboard11 (6 + 1 + 4)Keine. 2025 fuhr der Süden eine gemeinsame Regionalmeisterschaft mit Bayern. Regionalstützpunkt Süd in Stuttgart
Bayern
Skateboard Bayern (BRIV)
Eigene Sparte mit Website, Landestrainern und Nachwuchskader8Landesmeisterschaft Street (2. Mai, München) und Park (4. Juli, Würzburg)
Berlin
Inline- und Rollsport-Verband Berlin
Seite Skateboarding2Landesmeisterschaft Street und Park (25. April, Skatehalle Berlin). Regionalstützpunkt Nord-Ost
Brandenburg
Brandenburgischer Rollsport- und Inline-Verband
Fachwart vorhanden; die verlinkte Seite Skateboard/Longboard ist nicht erreichbar0Keine
Bremen
Bremer Eis- und Rollsport-Verband
Seite Skateboard0Keine eigene; der Norden fährt in Hamburg
Hamburg
Hamburger Eis- und Rollsportverband
Seite Skateboard mit zwei Vereinen0Landesmeisterschaft Street (6. Juni, Bergedorf) und Regionalmeisterschaft Park Nord (7. Juni, Eidelstedt)
Hessen
Hessischer Rollsport- und Inline-Verband
Fachwart vorhanden4Keine
Mecklenburg-Vorpommern
Landesfachverband Rollsport-Inline-Skater
Fachwart vorhanden0Keine
Niedersachsen
Niedersächsischer Rollsport- und Inline-Verband
Fachwart vorhanden10Erste Landesmeisterschaft Street (11. April, Skatehalle Oldenburg). Regionalstützpunkt Nord
Nordrhein-Westfalen
Rollsportverband NRW
Eigene Sparte Skateboard23Regionalmeisterschaft West, Street und Park (13. Juni, Köln). Eine Landesmeisterschaft Street in Paderborn stand am 4. Juli als „tba“ im Kalender; der Veranstalter erwähnt sie nicht. Regionalstützpunkt West
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfälzischer Rollsport- und Inline-Verband
Eine Meldung zum Skateboard-Team von 2024; Fachwart vorhanden0Keine
Saarland
Saarländischer Eis- und Rollsportverband
Fachwart (kommissarisch); die Meisterschaft organisieren drei Vereine4Erste Saarland Skateboard Meisterschaft: drei Stopps von drei Vereinen, 6. Juni in Dillingen bis 17. Oktober in Merzig
Sachsen
Rollsport- und Inline-Verband Sachsen
Seite Skateboard mit zwei Vereinen2Landesmeisterschaft Street in Dresden (8. August, im Kalender „tbc“) und die offizielle DM in Leipzig. Regionalstützpunkt Mitte
Sachsen-Anhalt
Landesverband Rollsport Sachsen-Anhalt, ohne Website
Fachwart vorhanden0Keine
Schleswig-Holstein
Rollsport- und Inline-Verband Schleswig-Holstein
Keine Skateboard-Seite; Posten des Fachwarts unbesetzt0Keine
Thüringen
Thüringer Eis- und Rollsportverband
Auf der Startseite nichts zum Skateboarding; Fachwart vorhanden3Keine

Eine Null im Vereinsfinder heißt nicht, dass es keinen Verein gibt. Für Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein enthält der Finder überhaupt keine Vereine, egal welcher Sportart, und für Hamburg nur einen. Die Liste, die die Sportkommission im Juni 2025 veröffentlicht hat, nennt dagegen Skateboardvereine in Hamburg (vier), Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt (drei) und Mecklenburg-Vorpommern (vier). Und die Termine ändern sich: Zwei der Landesmeisterschaften standen noch im September als „tba“ oder „tbc“ im Kalender.

Wie dein Kind startberechtigt wird

  1. Einen Verein finden, der im Landesverband ist. Nicht jede Skateschule ist ein Verein, und nicht jeder Skateboardverein ist Mitglied im Rollsportverband. Frag direkt danach. Der Vereinsfinder des DRIV (Filter „Skateboarding“) kannte im September 2026 67 Vereine; Schulen und Vereine mit Website, Land für Land, sammeln wir in Skateschulen in Deutschland nach Bundesland.
  2. Mitglied werden. Bei einem Kind unterschreibst du den Aufnahmeantrag mit. Eine Lizenz, einen Startpass oder eine Jahresmarke gibt es im Skateboarding nicht: Die Mitgliedschaft ist der Nachweis. Bei der DM 2026 reichte es, sie vor Ort zu belegen, und dort waren Vereine angekündigt, bei denen man kurzfristig Mitglied werden konnte. Streng genommen sagt die Beitragsordnung des DRIV, dass nur Mitglieder am Sportbetrieb teilnehmen, die zum Stichtag 1. Januar gemeldet waren; die Ausschreibungen 2026 sahen trotzdem spätere Eintritte vor.
  3. Eine Sport-ID anlegen. Seit 2026 werden alle Teilnehmenden der Meisterschaftsserie über die Plattform commabase.com erfasst. Jede E-Mail-Adresse lässt sich nur einmal verwenden: Dein Kind braucht also eine eigene, nicht deine.
  4. Für die DM: die Athleten- und Schiedsvereinbarung. Wer sich für Leipzig qualifiziert, unterschreibt sie; bei Minderjährigen unterschreiben die Eltern.

Und ohne Verein? Da widersprechen sich die Regeln. Die Ausschreibung der Serie sagt: vorher einem DRIV-Verein beitreten oder außer Wertung starten. Die Bayerische Landesmeisterschaft ließ auch Skaterinnen und Skater ohne Verein zu, gegen 45 statt 20 € Startgeld, und vergab den Titel nur an Mitglieder bayerischer Vereine. In Hamburg gab es für sie eine eigene Wertung. Für den ersten Contest ist das egal: Viele offene Contests verlangen keinen Verein, der COS Cup zum Beispiel auch nicht. Wie so ein Tag abläuft, steht in Erster Skateboard-Contest: Ratgeber für Eltern.

Was es kostet

Den Vereinsbeitrag legt jeder Verein selbst fest. Ein paar Beispiele, dazu die Startgelder der Meisterschaften 2026:

PostenBetragStand
1. Berliner Skateboardverein, unter 186 € im Monat, 10 € Aufnahmegebühr, mindestens 12 MonateBeitragsordnung vom 22.06.2025
Skateboard-Verein Duisburg, Kinder bis 1415 € im Monat, mit HallennutzungWebsite, September 2026
Backyard e.V. Oldenburg (Skatehalle)20 € im Monat, Familie 35 €, 10 € AnmeldungWebsite, September 2026
Landesmeisterschaft Bayern20 € (Mitglied eines bayerischen Vereins), 25 € (anderer DRIV-Verein), 45 € (ohne Verein); nach Anmeldeschluss und vor Ort jeweils 10 € mehr2026
Landesmeisterschaft Hamburg25 € vorab, 30 € am Contest-Tag2026
Offizielle DM Street oder Park40 € pro Startplatz2026

Der Beitrag zum Dachverband läuft nicht über dich: Der Landesverband zahlt dem DRIV 6,50 € pro gemeldetem Mitglied und Jahr. Bekommt eure Familie Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld), Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, übernimmt das Bildungs- und Teilhabepaket bis zum 18. Geburtstag pauschal 15 Euro im Monat für Aktivitäten in Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit, also auch für den Vereinsbeitrag (§ 28 Abs. 7 SGB II, § 6b BKGG). Beim 1. Berliner Skateboardverein deckt das den ganzen Beitrag. Wo du es beantragst, sagt dir das Jobcenter oder deine Stadt. Was Kurse, Board und Schutzausrüstung im Jahr kosten, steht in Was kostet Skateboarden für Kinder?.

Versicherung: was der Verein abdeckt

Wer in einem Verein ist, der dem Landessportbund angehört, ist über dessen Sportversicherung versichert, etwa in Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt bei der ARAG. Im Berliner Beispiel steckt sie ausdrücklich im Monatsbeitrag. Drei Dinge solltest du wissen:

  • Sie gilt für den Vereinsbetrieb, also für das, was der Verein im Rahmen seiner Satzung anbietet: Training, Kurse, Vereinsveranstaltungen. Ein Einzeltraining ist nur versichert, wenn der Verein es angeordnet hat. Der Nachmittag im Skatepark um die Ecke gehört in der Regel nicht dazu. Ob ein bestimmter Contest dazugehört, fragst du am besten beim Verein.
  • Sie ist für schwere Unfälle gedacht. Der Landessportbund Niedersachsen schreibt es selbst: Die Unfallversicherung sei eine „werthaltige Beihilfe“, die „die individuelle private Vorsorge“ nicht ersetzen könne. Dort laufen Unfälle von Kindern und Jugendlichen unter 18 seit 2019 über den Kommunalen Schadenausgleich: bis 2.000 € Heilbehandlungskosten, bis 600 € für Zähne und eine Invaliditätsentschädigung bis 130.000 € (Stand 2022). Jeder Landessportbund hat seinen eigenen Vertrag, frag also nach dem deines Landes.
  • Wer nicht Mitglied ist, ist nicht persönlich versichert. Das gilt auch für Schnupperstunden, wenn der Verein keine eigene Zusatzversicherung für Nichtmitglieder abgeschlossen hat.

Braucht es ein ärztliches Attest?

Für einen Contest nicht. Keine der Ausschreibungen 2026, die wir gelesen haben (offizielle DM, Landesmeisterschaften Bayern und Hamburg, Niedersachsen), verlangt ein Attest oder eine sportmedizinische Untersuchung. Zwei Ausnahmen:

  • Im Landes- oder Regionalkader soll laut den Kaderkriterien des DRIV eine Haus- oder Fachärztin bestätigen, dass nichts gegen Leistungssport spricht.
  • Nach einem Verdacht auf Gehirnerschütterung gilt bei Wettkämpfen nach den Regeln von World Skate: 14 Tage raus, und zurück nur mit ärztlicher Freigabe, egal ob sich das Kind gut fühlt. Die Regel ist für internationale Wettkämpfe geschrieben; als Maßstab für zu Hause taugt sie genauso.

Kinderschutz im Verein

Wer im Verein Kinder trainiert oder betreut, soll ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Grundlage sind § 72a SGB VIII, nach dem die Jugendämter mit den freien Trägern vereinbaren sollen, wer nur mit Führungszeugnis mit Kindern arbeiten darf, und § 30a des Bundeszentralregistergesetzes, der das erweiterte Führungszeugnis auch für ehrenamtliche Arbeit mit Minderjährigen vorsieht. Der DRIV verlangt die Einsicht ins erweiterte Führungszeugnis, bevor er eine Trainerlizenz ausstellt oder verlängert. Frag den Verein, ob das bei allen Trainerinnen und Trainern erledigt ist und ob sie eine C-Lizenz haben. Die übrigen Fragen vor der Anmeldung stehen in Skateboardkurs für Kinder: die richtige Skateschule finden.

An wen schreiben

Mit Fragen zu einem bestimmten Verein fängst du beim Verein an. Für alles andere hier die allgemeinen Adressen, die der Verband und die Landesverbände auf ihren Seiten veröffentlichen:

  • DRIV, Geschäftsstelle: info@driv.de
  • Sportkommission Skateboard: vorstand@skateboarddeutschland.de
  • Regionalstützpunkte und Nachwuchs: regio-team@driv.de
  • Bayern: kommunikation@skateboardbayern.de für Skateboard, sonst geschaeftsstelle@briv-rollsport.de
  • Brandenburg: info@bbriv.de
  • Hamburg: geschaeftsstelle@herv.de
  • Mecklenburg-Vorpommern: m-v.riv@web.de
  • Niedersachsen: geschaeftsstelle@nriv.de
  • Nordrhein-Westfalen: geschaeftsstelle@riv-nrw.de
  • Rheinland-Pfalz: rpriv@web.de
  • Saarland: info@serv-online.de
  • Sachsen: info@rivsachsen.de
  • Schleswig-Holstein: kontakt@rivsh.de
  • Südbaden: info@sriv.de
  • Thüringen: info@terv-online.de
  • Württemberg: geschaeftsstelle@wriv.de

Für Baden, Berlin, Bremen, Hessen und Sachsen-Anhalt haben wir keine allgemeine Adresse gefunden, nur persönliche oder die des Präsidiums. Dort fragst du am besten die Sportkommission, wer im Land zuständig ist. Die Verbände betreuen viele Sportarten: Schreib in den Betreff, dass es um Skateboarding geht.

Und dann

Mit Verein und Sport-ID ist der nächste Schritt der erste Contest: Kategorien, Ablauf und was ihr einpacken solltet, stehen in Erster Skateboard-Contest: Ratgeber für Eltern. Bei den Landesmeisterschaften in Bayern und Hamburg galt 2026 Helmpflicht unter 18, nach den Regeln von World Skate ebenso im Street und im Park sogar für alle; welcher Helm passt, steht in Skateboard-Helm für Kinder. Wohnt ihr in Österreich, läuft es dort ganz anders, mit zwei Verbänden und einer Startlizenz: Das steht in Skateboard-Verband und Vereine in Österreich.

Und wenn die erste Vereinsmitgliedschaft oder der erste Contest gefeiert werden soll: Ideen dafür sammeln wir in Geschenke für Kinder, die Skateboard fahren. Eine davon ist ein Deck mit einem Foto oder einer Zeichnung deines Kindes für 89 €, das du im Editor vorher in 3D siehst. Für Nikolaus oder Weihnachten bestellst du es am besten mit Vorlauf.

Häufige Fragen

Braucht mein Kind eine Lizenz, um bei Skateboard-Meisterschaften zu starten?

Nein. Im deutschen Skateboarding gibt es weder Lizenz noch Startpass. Für die offiziellen Landes-, Regional- und Deutschen Meisterschaften muss dein Kind Mitglied in einem Verein sein, der über seinen Landesverband zum DRIV gehört, und seit 2026 eine Sport-ID bei commabase haben. Offene Contests von Städten, Hallen und Shops verlangen meist keinen Verein.

Was kostet die Vereinsmitgliedschaft für ein Kind?

Das legt jeder Verein selbst fest. Beispiele: 6 € im Monat plus 10 € Aufnahmegebühr beim 1. Berliner Skateboardverein (Stand 2025), 15 € im Monat für Kinder bis 14 beim Skateboard-Verein Duisburg und 20 € im Monat bei Backyard in Oldenburg, jeweils mit Hallennutzung. Bekommt die Familie Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld), Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen, übernimmt das Bildungs- und Teilhabepaket bis zum 18. Geburtstag 15 Euro im Monat.

Welche Deutsche Skateboard-Meisterschaft ist die offizielle?

Die des DRIV, 2026 am 5. und 6. September in Leipzig. Dorthin kommt man in Street über die Top 5 einer Landes- oder Regionalmeisterschaft, und man braucht einen DRIV-Verein. Der COS Cup nennt sich seit 1998 ebenfalls Deutsche Skateboard-Meisterschaft, ist privat organisiert und verlangt keinen Verein. Der Verband erkennt beide an: In seinen Kaderkriterien zählen die Top 10 bei beiden.

Ist mein Kind beim Skaten im Verein versichert?

Ja, über die Sportversicherung des Landessportbunds, meist bei der ARAG, aber nur im Vereinsbetrieb, also bei Training, Kursen und Veranstaltungen des Vereins. Freies Skaten im Park gehört nicht dazu. Die Leistungen sind vor allem für schwere Unfälle gedacht und ersetzen keine private Unfallversicherung. In Niedersachsen laufen Unfälle unter 18 über den Kommunalen Schadenausgleich.

Braucht mein Kind ein ärztliches Attest für einen Skateboard-Contest?

Nein. Keine der Ausschreibungen 2026, die wir gelesen haben, verlangt eins. Für den Landes- oder Regionalkader soll eine Ärztin bestätigen, dass nichts gegen Leistungssport spricht. Und nach einem Verdacht auf Gehirnerschütterung gilt nach den Wettkampfregeln von World Skate: 14 Tage Pause und zurück nur mit ärztlicher Freigabe.

Quellen

DRIV: Verbandsinformationen, Landesverbände, Geschäftsstelle und DOSB-Lizenz, Sportkommissionen, Beitragsordnung 2025, Schiedsvereinbarung für Athlet:innen und Vereinsfinder (Stand der Vereinsdaten 20.09.2026). Sportkommission Skateboard: Vorstand und Fachwart:innen, Regionalstützpunkte, Wettkampfkalender, Ausschreibung der Meisterschaftsserie 2026, DM 2026 in Leipzig, DM Vert beim Bonn Bash, Mitgliederzahlen und Vereinsliste vom Juni 2025, Ausschreibung der DM 2026 für Ausrichter und Kaderkriterien (Stand 05.11.2025). Heizhaus Leipzig (Teilnahme, Startgeld, Ergebnisse der DM 2026). COS Cup: Geschichte, Teilnehmerinfo und Ergebnisse 2026. Ausschreibungen der Landesmeisterschaft Bayern Street 2026, der Meisterschaften in Hamburg und der Landesmeisterschaft Niedersachsen. Websites der Landesverbände (in der Tabelle verlinkt) und ihre Kontakt- und Impressumsseiten. Beiträge: 1. Berliner Skateboardverein, Skateboard-Verein Duisburg, Backyard Oldenburg. Versicherung: FAQ der ARAG-Sportversicherung und Sportversicherung des LSB Niedersachsen (Kurzmerkblatt, Stand 01.03.2022). Wettkampfregeln von World Skate (April 2025). Gesetze: § 28 SGB II, § 6b BKGG, § 72a SGB VIII, § 30a BZRG. Abgerufen am 25. September 2026. Termine, Startgelder und Beiträge ändern sich jedes Jahr: Prüf sie vor der Anmeldung beim Verein oder in der Ausschreibung.