Dein erstes Skateboard kaufen: Ratgeber für Anfänger

Ein Skateboard besteht aus fünf Dingen, die zusammengeschraubt werden: ein Deck, zwei Achsen, vier Rollen, acht Kugellager und acht Schrauben — dazu das Griptape, auf dem du stehst. Das ist die ganze Liste. Alles andere ist Geschmackssache. Dieser Ratgeber sagt dir, was jedes Teil macht, was es kostet, was du nimmst, wenn du keine Ahnung hast, und was du getrost ignorieren kannst, bis du es wirklich brauchst.

Nahaufnahme eines Skateboard-Decks auf einem Holzboden, an der Kante sieht man die Ahornlagen
Die Kante eines Decks: sieben Lagen Ahorn, verpresst. Foto: Alexey Demidov / Unsplash.

Komplettboard oder aus Einzelteilen?

Zwei Wege, und keiner ist falsch.

Ein fertiges Komplettboard kommt montiert in einem Karton. So stehst du am schnellsten auf einem Skateboard, noch in dieser Woche, und für ein erstes Board ist das eine völlig vernünftige Entscheidung. Achte nur darauf, dass es ein echtes Skateboard ist und kein Spielzeug: Woran du das erkennst und welche Fallen es beim Kauf sonst gibt, ob neu oder gebraucht, steht im Ratgeber Skateboard-Deck kaufen: worauf achten.

Selbst zusammenbauen heißt: Deck und Teile einzeln aussuchen und zusammenschrauben — zwanzig Minuten mit einem einzigen Werkzeug. Du bekommst die Grafik, die du willst, statt der, die der Shop gerade auf Lager hatte, du weißt, wo jede Schraube sitzt, und wenn du das Deck in sechs Monaten zerbrichst (das wirst du), behältst du die Teile und tauschst nur das Holz. Genau so machen es die meisten ohnehin ab dem zweiten Board.

Wenn du ein Deck willst, das sonst niemand hat, führt nur der zweite Weg dorthin.

Das Deck

Das Holz, auf dem du stehst. Sieben Lagen Ahorn, verpresst mit einer Concave — der flachen Mulde quer über die Mitte, in der deine Füße Halt finden —, Nose und Tail nach oben gezogen.

Am Anfang zählt nur ein Maß: die Breite. Länge und Radstand ergeben sich daraus, und die Zehntelzoll, über die Fortgeschrittene streiten, spürt niemand, der seit drei Wochen fährt. Die Kurzfassung:

  • 8.0" — der Standard. Passt zu den meisten Erwachsenenfüßen, leicht genug zum Flippen, breit genug, um sicher darauf zu stehen.
  • 8.25" — etwas mehr Platz für die Füße und mehr Stabilität. Die bessere Wahl, wenn du groß bist, große Füße hast oder viel Zeit auf Rampen und in Transitions verbringen willst.
  • 8.5" — stabil und satt auf dem Boden, beliebt für Transitions und zum Cruisen, ein wenig träger beim Flippen.

Wenn du kleiner als 1,60 m bist oder für ein Kind kaufst, nimm lieber schmaler als breiter. Und wenn du dich wirklich nicht entscheiden kannst, nimm 8.0" — bei dieser Breite landen die meisten am Ende wieder. Welche Breite zu Alter und Schuhgröße passt, steht im ausführlichen Größenratgeber.

Wenn das Skateboard für ein Kind ist, das gerade anfängt, zählt mehr als das Brett, wer ihm Stehen und Fallen beibringt: wie du den richtigen Skateboardkurs für Kinder findest, mit der Liste der Skateschulen nach Bundesland.

Ein Deck von uns kostet 89 €, bedruckt mit deinem eigenen Design, und es ist dieselbe Bauweise aus 7 Lagen Ahorn wie jedes Street-Deck. Alle Größen kosten gleich viel.

Die Teile, eins nach dem anderen

Achsen (39,95 € das Paar)

Die Metallachsen, auch Trucks genannt. Sie werden unter das Deck geschraubt und sind der Grund, warum ein Skateboard lenkt: Du verlagerst dein Gewicht, die Lenkgummis (Bushings) darin geben nach und steuern die Rollen. Zwei Regeln, und du bist durch: Nimm Achsen in der Breite deines Decks, und zieh sie nicht zu fest an. Neue Achsen fühlen sich steif an; lockere die Kingpin-Mutter jeweils um eine Vierteldrehung, bis das Board lenkt, wenn du dich reinlehnst, und nicht wackelt, wenn du geradeaus rollst.

Rollen (29,95 € der Satz mit vier)

Aus Polyurethan, und auf ihnen stehen zwei Zahlen: der Durchmesser in Millimetern und die Härte in Durometer. Kleiner und härter slidet leichter und beschleunigt schneller auf glattem Boden; größer und weicher rollt über rauen Asphalt und Risse, ohne dich abrupt zu stoppen. Ein erstes Street-Setup ist mit etwa 52–54 mm und 99A gut bedient. Wenn der Boden bei dir schlecht ist, nimm erst weichere Rollen, bevor du zu größeren greifst.

Kugellager (14,95 € für alle acht)

Zwei pro Rolle. Sie sind das, was sich wirklich dreht. Ignorier die ABEC-Zahl auf der Packung — das ist eine Toleranzklasse aus dem Maschinenbau, und übers Skaten sagt sie nichts Brauchbares. Jedes Kugellager, das für Skateboards verkauft wird, überlebt dein erstes Deck, wenn du es von Pfützen fernhältst. Nasse Kugellager rosten, und verrostete sind hinüber.

Schrauben (4,95 € für acht)

Acht Schrauben und acht Muttern. Unspektakulär, und genau das, was man zu bestellen vergisst. Die Länge hängt davon ab, ob du Riser Pads fährst; ohne Riser passt die Standardlänge.

Griptape (9,95 € pro Deck)

Schwarzes Schleifpapier mit Klebeschicht auf der Rückseite, auf die Oberseite des Decks geklebt. Es verhindert, dass deine Füße abrutschen, und ohne Griptape wäre ein Ollie gar nicht möglich. Ein Deck, das du fahren willst, braucht es; ein Deck für die Wand nicht, und es sieht dort ohne besser aus.

Unseres kommt schon aufgeklebt an: kein Zuschneiden mit dem Cuttermesser am Küchentisch, außer du willst es selbst machen.

Was das Ganze kostet

Unser Deck mit deinem Design kostet 89 €, Versand innerhalb Spaniens inklusive. Mit Griptape sind es 98,95 €. Kommen die vier Teile dazu — Achsen, Rollen, Kugellager und Schrauben —, liegt ein komplettes Setup bei 188,75 €, immer noch innerhalb Spaniens; die Teile kommen lose, und wie du sie anschraubst, steht weiter unten. In andere EU-Länder kommen je nach Land ab 15 € pro Bestellung dazu (nach Deutschland 15 €), egal wie viele Decks die Bestellung enthält.

Gestalten kostet nichts und braucht kein Konto: Du zahlst nur, wenn du das Deck bestellst. Die vollständige Aufstellung mit jedem Extra einzeln steht im Artikel Was ein eigenes Skateboard-Deck kostet. Was Skaten für ein Kind im ganzen Jahr kostet, mit Schuhen, Helm, Kurs und Verein, steht in Was kostet Skateboarden für Kinder?

Was du vorerst ignorieren kannst

  • Riser Pads. Nur nötig, wenn die Rollen in engen Kurven das Deck berühren. Bei einem normalen Street-Setup tun sie das nicht.
  • Spacer und Unterlegscheiben für die Kugellager. Sie helfen, ein kleines bisschen, und noch nie hat jemand ihretwegen einen Trick gestanden.
  • Die ABEC-Zahl. Siehe oben.
  • Teure Rollen. Deinen ersten Satz fährst du beim Sliden-Lernen sowieso eckig. Kauf lieber zweimal die günstigen.
  • Markentreue. Decks aus derselben Fabrik tragen ein Dutzend verschiedener Logos. Was sich zwischen ihnen ändert, ist die Grafik — und genau die kannst du selbst bestimmen.

Eins solltest du nicht ignorieren: einen Helm, und Handgelenkschoner, wenn du auf Beton lernst. Beides verkaufen wir nicht — kauf es, wo du willst, aber kauf es. Worauf du beim Helm eines Kindes achtest, steht in Skateboard-Helm für Kinder.

Wer später im Verein trainieren oder bei einem Contest mitfahren will: Wie Vereine und Meisterschaften in Deutschland organisiert sind, steht in Skateboard-Verband und Vereine in Deutschland.

Zusammenbauen

Du brauchst ein Skate-Tool, ein T-förmiges Werkzeug mit drei Steckschlüsseln und einem Schraubendreher-Ende. Griptape aufs Deck kleben (falls es noch nicht drauf ist), die acht Schraubenlöcher von unten durch das Griptape stechen, die Schrauben von oben durchstecken, an jedes Ende eine Achse setzen, die Kingpins nach innen, und die Muttern anziehen, bis die Schraubenköpfe bündig mit dem Griptape abschließen. Dann in jede Rolle auf beiden Seiten ein Kugellager drücken, die Rollen auf die Achsen schieben, die Achsmutter aufsetzen und so weit anziehen, dass sich die Rolle frei dreht, ohne seitlich Spiel zu haben.

Das ist die ganze Arbeit. Wenn sich eine Rolle nach dem Anschubsen nicht ein paar Sekunden weiterdreht, ist die Achsmutter zu fest.

Wo ein eigenes Deck ins Spiel kommt

Eine gedruckte Grafik ändert nichts daran, wie sich ein Board fährt. Der Druck sitzt auf der Unterseite — der Seite, die zum Boden zeigt und die Kratzer abbekommt —, du entscheidest also, wie das Board aussieht, wenn es sich im Flip dreht, und wie es an der Wand aussieht, an dem Tag, an dem du es nicht mehr fährst.

Der Grund, dein eigenes zu gestalten, ist nicht die Performance. Sondern dass das Deck am Ende wirklich deins ist: ein Foto, ein Name, eine Zeichnung, eine Farbe, die sonst niemand gewählt hat. Fünfzehn Minuten im Browser, vor der Bestellung in 3D angesehen, gedruckt auf demselben Ahorn wie alles andere im Skateshop. Wie du dabei vorgehst, steht im Leitfaden zum eigenen Deck-Design; was sich darüber hinaus an Griptape, Achsen und Rollen persönlich machen lässt, im Artikel Skateboard personalisieren.

Häufige Fragen

Worauf sollte ich als Anfänger beim ersten Skateboard achten?

Ein Deck aus 7 Lagen Ahorn mit etwa 8.0" Breite, Achsen passend zu dieser Breite, Rollen mit etwa 52–54 mm und 99A, acht Kugellager, acht Schrauben und Griptape. Diese sechs Dinge sind ein komplettes Skateboard; alles andere ist Geschmackssache. Die Breite ist am Anfang das einzige Maß, über das es sich nachzudenken lohnt, und 8.0" passt zu den meisten Erwachsenenfüßen.

Wie gestalte ich als Anfänger ein einzigartiges eigenes Skateboard-Deck?

Fang mit einem Foto, einem einzelnen Wort oder einer Vorlage an statt mit einem leeren Deck, halte das Wichtige im mittleren Drittel, wo das Deck flach ist, und prüf es vor der Bestellung in 3D. Der Editor läuft im Browser, braucht weder Konto noch Grafiksoftware, und das Gestalten ist kostenlos — du zahlst nur, wenn du das Deck bestellst. Eine gedruckte Grafik ändert nichts am Fahrverhalten, als Anfänger verlierst du also nichts, wenn du dein eigenes Motiv wählst.

Soll ich ein Komplettboard kaufen oder eins aus Einzelteilen bauen?

Ein fertiges Komplettboard bringt dich am schnellsten zum Fahren und ist ein gutes erstes Skateboard. Selbst zusammenbauen dauert etwa zwanzig Minuten mit einem Werkzeug, du wählst die Grafik des Decks selbst, und wenn das Deck bricht, tauschst du nur das Holz und behältst die Teile. Die meisten bauen ihr zweites Board so oder so selbst zusammen.

Welche Deck-Breite sollte ich als Anfänger nehmen?

8.0" ist der Standard und passt zu den meisten Erwachsenenfüßen. Nimm 8.25", wenn du groß bist, große Füße hast oder Rampen und Transitions fahren willst; geh schmaler, wenn du kleiner als etwa 1,60 m bist oder für ein Kind kaufst. Zehntelzoll machen in den ersten Monaten keinen Unterschied.

Spielt die ABEC-Zahl bei Skateboard-Kugellagern eine Rolle?

Nein. ABEC ist eine Toleranznorm aus dem Maschinenbau und misst nichts, was beim Skaten zählt. Jedes Kugellager, das für Skateboards verkauft wird, überlebt ein erstes Deck, solange es trocken bleibt — Wasser macht Kugellager kaputt, nicht die Zahl auf der Packung.

Was kostet ein erstes Skateboard, wenn ich das Deck selbst gestalte?

Das Deck mit deinem Design kostet 89 €, Versand innerhalb Spaniens inklusive. Mit aufgeklebtem Griptape sind es 98,95 €, und mit Achsen, Rollen, Kugellagern und Schrauben dazu kommt ein komplettes Setup auf 188,75 € — die Teile kommen lose, zum Selbstanschrauben. In andere EU-Länder kommen je nach Land ab 15 € pro Bestellung dazu (nach Deutschland 15 €), egal was die Bestellung enthält.

Fang mit dem Deck an

Gestalte es im Browser, kostenlos und ohne Konto, und sieh es dir in 3D an, bevor du dich entscheidest. 89 €, Versand innerhalb Spaniens inklusive, ab 15 € mehr pro Bestellung in andere EU-Länder.

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